Die Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Bearbeitet von Peter Mortzfeld

A 15476

Vorschau des Porträts
Inventar-Nr. I 9820
Dargestellte Person Opitz (1627 von Boberfeld), Martin
Künstler Strobel, Bartholomäus d.J. (Maler)
1591 - ?
Geb. in Breslau
Maler, 1625 fürstbischöfl. Kammermaler in Breslau, folgte 1634 nach der Unterdrückung der Protestanten seinem Freunde Martin Opitz nach Danzig (1636 poln. Hofmaler), tätig auch in Elbing u. Thorn
Literatur: ThB 32,194f.

Sysang, Johann Christoph (Stecher)
Verleger Breitkopf, Bernhard Christoph
Leipzig 1739
Beschreibung

Hüftb. leicht nach r. vor Vorhang stehend, in auf der Brust geöffnetem Rock mit Leibschärpe, Umhang über der l. Schulter u. bis auf die Oberarme reichendem spitzengesäumtem Kragen. – Unter dem Bildrechteck 4 distich. lat. Verse von Johann Peter Titius (1619–1689), Prof. d.Bereds. am Akadem. Gymn. in Danzig:

OPITIUM, nulli Phoebea laude secundum,
Hac manus in tabula STROBELIANA dedit.
Slesia laeta sui cunis se jactat Alumni,
Dantiscum cineres, exuviasqve fovet.

(Den keinem an Dichterruhm nachstehenden Opitz hat Strobels Hand uns in diesem Bilde gegeben. | Schlesien rühmt sich froh, die Wiege seines Zöglings zu sein, Danzig hütet seine Asche und Überreste).

Technik Kupferstich: <u.r.> [Johann Christoph] Sysang sc. Lips[iae] [nach Gemälde von Bartholomäus Strobel d.J.]
Maße Blattmaße: 214 x 156 mm
Plattenmaße: 170 x 119 mm
Bildmaße: 141 x 110 mm
Kataloge Drugulin 15279.
Drugulin Th.4078.
Singer 68637.
Diepenbroick 18523.
Paas 352.
Vgl.ThB 32,194.
Zustand auf starkem Papier
Ikonographie und Realien Vorhang
Versbeiträger Titius, Johann Peter
Versinitium des/der Porträtgedichte(s) lat.: OPITIUM nulli Phoebea laude secundum
Quelle Frontispiz zu: Gottsched, Johann Christoph: Lob= und Gedächtnißrede auf den Vater der deutschen Dichtkunst Martin Opitzen von Boberfeld, Nachdem selbiger vor hundert Jahren in Danzig Todes verblichen, zur Erneurung Seines Andenckens im Jahre 1739 den 20 August auf der philosophischen Catheder zu Leipzig gehalten. – Leipzig: Bernhard Christoph Breitkopf 1739. [HAB: Lo Sammelbd.25]
Status Angelegt am 04.02.2000
Letzte Änderung am 17.02.2006