Die Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Bearbeitet von Peter Mortzfeld

A 27033

Vorschau des Porträts
Inventar-Nr. I 8698.1
Dargestellte Person Maukisch, Johann
Künstler Thiel, Michael (Maler)
? - 1722
Maler u. Bernsteindreher in Danzig
Literatur: ThB 33,23

Romstet, Christian (Stecher)
Beschreibung

Halbf. nach hr. mit Buch in der Linken, vor Kreuzschraffur-Hintergrund in rechteck. Schmuckrahmung auf Sockel innerhalb Kreuzschraffur-Rechteck. Oben Tafel mit 4zeil. lat. Legende „D[octor] JOHANNES Maukisch, | Gymnasii Gedanensis RECTOR et S. S.[= Sacrosanctae] Theo- | logiae Professor publicus, necnon ad S. S.[= Sanctissimae] | Trinitatis ibidem PASTOR.“ O. l./ r. an einem Band aufgehängt 2 ov. Emblemkartuschen (die Motti jeweils aus den Namensinitialen gebildet): l. „Dulcis JESU Memoria“ [Süß ist das Gedenken an Jesus] [Mann mit Palmwedel u. Buch, über den eine Wolkenhand eine Krone hält, vor dem Gekreuzigten, dahinter Sonnenblume], r. „Dives JOVAE Misericordia“ [Reich ist Gottes Barmherzigkeit] [Mann an Rebstock, den eine Wolkenhand aus Kanne begießt, im Hintergrund Mann in Weinberg hackend]. In der Schmuckrahmung seitlich je 1 lat. Hexameter:

LIPSIA quem docuit, genuit FREIBERGA tenellum,
Hunc GEDANUM vocat, ut Vites plantetq[ue] rigetq[ue].

(Den LEIPZIG lehrte und FREIBERG als zartes Knäblein hervorbrachte, den beruft DANZIG, auf daß er den Weinberg pflanze und bewässere).

In der Sockeloberkante „Natus d[ie] 14. Augusti. anno 1617. aeri incisus [in Kupfer gestochen] 1668.“ – Im Sockel „Johannes MauKischius, sacro=sanctae Theologiae Doctor“ anagrammatisch umgeformt zu „Asto Christo Jesû, Hunc doceo, ac in Hoc sana mea est gloria“ [Ich stehe bei Jesus Christus, ihn lehre ich, und in ihm liegt mein wahrer Ruhm]. Darunter aus dem Anagramm gebildetes lat. Distichon mit Widmung „Suo quondam in Illustri Gym[nasio] Misen[ensi] Condiscipulo, et in Acad[emia] | Lips[iensi] Laur[i?] Magist[erii?] Competitori [Mitbewerber um den Magisterlorbeer], nunc verò Fautori et Patrono suo inpri= | mis honorando, erigebat Lipsiae“ von Johann Frentzel (1609–1674), Prof. d.Poes. in Leipzig [A 7115]:

Christo asto Jesû, doceo Hunc sine schemate constans.
Ac Hoc in solô gloria sana mea est.

(Ich stehe bei Jesus Christus, ihn lehre ich ohne Verstellung standhaft. Und in ihm allein liegt mein wahrer Ruhm).

Technik Kupferstich: <im Bild u.l.> M[ichael] Thiel pinxit. – <r.> C[hristian] Romstet sculp. [1668]
Maße Blattmaße: 288 x 182 mm
Plattenmaße: 195 x 152 mm
Bildmaße: 190 x 147 mm
Kataloge Singer 61559.
Diepenbroick 16466.
Hollstein G.35,125 (Nr. 162/I).
Ikonographie und Realien Buch
Schmuckrahmen
Widmer Frentzel, Johann (Versbeiträger)
Emblemata Bild- 2: Mann an Rebstock, den eine Wolkenhand aus einer Kanne begießt, im Hintergrund Mann in Weinberg hackend
Bild-1: Mann mit Palmwedel u. Buch, über den eine Wolkenhand eine Krone hält, vor dem Gekreuzigten, dahinter Sonnenblume
Motto-1: Dulcis JESV Memoria
Motto-2: Dives JOVAE Misericordia
Versbeiträger Frentzel, Johann
Versinitium des/der Porträtgedichte(s) lat.: Christo asto Jesû
lat.: Lipsia quem docuit
Anmerkungen Anagramm
Status Angelegt am 17.01.2005
Letzte Änderung am 23.12.2006