Die Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Bearbeitet von Peter Mortzfeld

A 24503

Vorschau des Porträts
Inventar-Nr. I 14803a
Dargestellte Person WÜRZBURG: Burkhard, hl., 742-753 Bischof von W.
Künstler Salver, Johann d.Ä. (Stecher)
Beschreibung

Wie A 24502, aber in der Brüstung statt der Namenslegende längerer lat. biograph. Text in Buchdruck:

"S. BURCKARDUS nobilis Anglus primus Herbipolensium Episcopus à S. Bonifacio Archiepiscopo | Moguntino praesentatus, à Zacharia Pontifice consecratus, novellae Ecclesiae praeesse coepit Anno 751[!]. | Orator prius Francorum Principum ad Sedem Pontificiam, exauctorati Childerici Regis coronam Pi- | pino, Majori Domûs Francicae, ab hoc in piae liberalitatis et gratitudinis pignus, Franciae Orientalis | Ducatum obtinuit, qui ex hoc tempore patrimonium S. Kiliani dictus est. Gregem sibi commissum uti | in orthodoxa fide sanctissimè instituit, ita urbem et provinciam universam plurimis templis et asce- | teriis exornavit. Huic S. Andreae Herbipoli, Onolzbacense, Neostadiense, Homburgense Monasteria, | plurimaeq[ue] Parochiae à Carolomanno donata, sua debent exordia et progressus. In Domum Salvatoris à | se conditam SS. Kiliani et Sociorum MM. [= Martyrum] ossa magnâ pompâ transtulit, donationis à Pipino factae con-| firmationem et augmentum impetravit à Carolo Magno, cui duodecim Nobilissimos Saxones fidei suae et | curae commissos, ita educatos reddidit, ut omnes variarum Ecclesiarum Episcopi ordinarentur. Demum senio et laboribus fractus, deposito Episcopatu in sancta solitudine Homburgi placidissimè obdormivit | 2. Februarii Anno 1791[!]. sepultus primum Herbipoli juxta tumulum SS. Kiliani et Sociorum, tum in Monasterium S. Andreae translatus est, quod exinde à Fundatore Burckardo nomen accepit.“

(Der hl. Burkhard, ein vornehmer Angelsachse, der erste Bischof von Würzburg, vom hl. Bonifatius [A 1861], dem Erzbischof von Mainz, präsentiert und von Papst Zacharias [reg. 741-752] konsekriert, stand seit 751[!] an der Spitze seiner neugegründeten Kirche. Vorher hatte er als Gesandter der fränkischen Fürsten an den päpstlichen Stuhl die Krone des abgesetzten Königs Childerich [III.] für Pippin, den Hausmeier des Fränkischen Reiches, erlangt und erhielt von diesem als Zeichen der Freigebigkeit und Dankbarkeit das Herzogtum Ostfranken, das seitdem „Patrimonium des hl. Kilian“ genannt wurde. Wie er die ihm anvertraute Herde aufs gewissenhafteste im richtigen Glauben unterwies, so schmückte er seine Stadt und gesamte Kirchenprovinz mit zahlreichen Kirchen und Klöstern aus. Ihm verdanken das St. Andreaskloster in Würzburg und die Klöster zu Ansbach, Neustadt [am Main] und Homburg [am Main] sowie zahlreiche ihm von Karlmann [reg. 768-771!] geschenkte Pfarren ihre Anfänge und Entwicklung. In die von ihm gegründete Domkirche überführte er die Gebeine des hl. Kilian und seiner Mitmärtyrer mit großem Pomp und erreichte die Bestätigung und Vermehrung der ihm von Pippin gemachten Schenkung von Karl dem Großen, dem er die seiner Fürsorge auf Treu und Glauben anvertrauten zwölf edelsten Sachsen so gebildet zurückgab, daß alle zu Bischöfen verschiedener Kirchen geweiht wurden. Endlich, von Alter und Ermattung gebrochen, legte er sein Bischofsamt nieder und entschlief friedlich in der heiligen Einsamkeit von Homburg am 2. Febr. 791[!]. Begraben wurde er zuerst in Würzburg neben dem Grab des hl. Kilian und seiner Gefährten, dann aber [986] in das St. Andreaskloster überführt, welches seitdem nach seinem Gründer St. Burkhard heißt).

U. M. „(1.)“, u. r. „1“.

Maße Blattmaße: 264 x 172 mm
Plattenmaße: 250 x 163 mm
Bildmaße: 246 x 160 mm
Ikonographie und Realien Heiligenschein
Wappen – WÜRZBURG / Burkhard, hl.
Status Angelegt am 24.10.2003
Letzte Änderung am 27.04.2006