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                    <dc:title>Müller (lat. Mylius), Georg</dc:title>

                    <dc:description>Brustb. nach hr. auf der Kanzel unter Schalldeckel stehend, r. Hand an aufgeschlagenem Buch. An der mit einem Teppich behängten Kanzelvorderseite oben Schriftband „VERBVM DOMINI MANET | IN [a]ETERNVM“ [Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit], auf dem Kanzelaufgang l. ein weiterer Geistlicher mit Blättern in der r. Hand, die Linke auf einem Stundenglas, dahinter Butzenscheiben-Kirchenfenster, r. ein ähnliches halbes Fenster, bei beiden eine untere Scheibe geöffnet mit Blick auf Wendeltreppen(?). O. M. „.1. 5. / 8. 4.“ – Unter dem eingefaßten Bildrechteck 1zeil. lat. Legende „D[octor] GEORGIVS MYLIVS A[nno] S. AET[atis] SVAE 36“ sowie 6 dt. Verse: Der Grosse Müller den die Tugend so erhoben/ / Daß keine Feder ihn nach Würden kan beloben/ / Deß Muth und Eiffer stritt vor Gottes Lehr und Ehr/ / Den der Verfolgung Sturm erschreckte nimmermehr/ / Ist hier dir vorgestellt. Was mehr sein Ruhm gewesen/ / Kan/ wer die Tugend ehrt/ auf seinem Grabmahl lesen. - Darunter lat. „Epitaphium“: „HIc situs est GEORGIUS MYLIUS S[anctae] Theol[ogiae] Doctor[,] Ecclesiarum Elector[alis] Sax[oniae] Superintendens Generalis, et | Academiae Witteb[ergensis] Professor (Quondam etiam Jenensis) Primarius, Autoritate, Constantia, Zelo Pietatis, | Eloquentia admirabilis, hostium Christianae Religionis terror, Magni Lutheri Spiritu et Veritate Magnus Discipu- | lus, cum luctu et desiderio bonorum omnium mortalitati ereptus. AEtatis suae Anno LIX. Christiano M. DC. VII. | Cui haeredes hoc, quidquid est, e Saxo Monumentum P[osuerunt].“ [Angeklebt ein Blatt mit hschr. Text: „D. Georg Müller oder Mylius | sonst auch Gering genannt. | Gebohren 1548 zu Augspurg. Er studirte von 1566 an auf den | Universitaeten Tübingen, Marpurg und Straßburg. Auf der | letztern erhielt er die Magisterwürde. | Im Jahre 1672 kam er in seine Vaterstadt zurück | und wurde Diaconus beym H. Kreuz, nach 7 Jahren aber, | nämlich 1579 Prediger zu St. Anna. In eben diesem Tage wurde | er in Tübingen zum Doct. Theologiae creirt, und erhielt dan[n] | in seiner Vaterstadt das Amt eines Generalsuperintendenten | und Rectoris Collegii evangelici. | Im Jahr 1582 hielt Kaiser Rudolph II. einen Reichs- | tag zu Augspurg[,] auf welchem er den Evangelischen den neuen | Kalender vom Pabst Gregorius XIII aufdrang. Müller war unter | denen, welche diesen Kalender schlechterdings nicht annehmen | wollten. Um öffentlich darzuthun, daß sich die Evangelischen um diesen | Kalender nichts beküm[m]erten, so verkündete er 1584 den 25 May | auf der Kanzel, daß die Evangelischen erst am 28sten dieses Mo- | nats das Fest der Him[m]elfart Christi feyern würden. Die Ka- | tholiken hatten dieses Fest schon einen Monat früher gehalten. | Wegen dieses Verkündens war der Magistrat, der | größtentheils aus Katholiken bestand, auf den Mylius sehr böse | und ließ ihm gleich am folgenden Tage durch den Reichstadtvogt | seine Dimission geben. Auch schickte man ihm einen Wagen vor das | Haus – auf welchem er zur Stadt hinausgeführt werden sollte. Als | sich der Wagen dem Stadtthor genähert hatte und Mylius mit sei- | nen Schwägern die neben ihm sassen, in das Lied: In dich hab ich gehoffet | Herr mit heller Stim[m]e sangen, so hielt das Volk, das schon vorher | durch das Jam[m]ergeschrey der Frau und Kinder des Mylius gerührt | worden war, den Wagen an, und riß den Fuhrmann vom Pferd | herunter. Im Gedränge des Volks entwischte Mylius. Er soll her- | nach in weiblicher Kleidung von seinen Freunden zur Stadt hin- | aus und in Sicherheit gebracht worden seyn. Er begab sich nach Ulm, | wo er sich ein ganzes Jahr aufgehalten hat. | Nachher reißte er nach Wittemberg in Kursachsen und | wurde daselbst Professor der Theologie. 1589 ging er nach Jena, 1600 aber wieder nach Wittemberg, wo er Superintendent wur- | de und 1607 starb. | In WITTE’s Diar[io] biographico A. 1607 | 1. P. p. 40 findet man ein Verzeichniß | seiner Schiften.“]</dc:description>

                    <dc:description>Holzschnitt: ohne Adresse [1584]</dc:description>
                    

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                    <dc:subject>Kirchenraum</dc:subject>
                    <dc:subject>Kanzel</dc:subject>
                    <dc:subject>Fenster</dc:subject>
                    <dc:subject>Butzenscheiben</dc:subject>
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                    <dc:subject>Blätter</dc:subject>
                    <dc:subject>Stundenglas% Vdt.: Der Grosse Müller den die Tugend so erhoben</dc:subject>
                    <dc:type>Porträt</dc:type>
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